Der eingestaubte Sportplatz

 

Als ich an diesem Nachmittag den eingezäunten Sportplatz betrat, stellte ich mir eine Frage! Wo sind die Kinder? Die Schule war aus. Es waren angenehme 25 Grad. Die Sonnenstrahlen prasselten auf den Tartan Belag. Ich sah den Staub auf der Fläche, der schon Millimeter dick war.

Doch wo waren die Kinder. Kinder die wie ich in ihrem Alter jeden Nachmittag auf dem Bolzplatz der Lederkugel hinterher liefen. Ich sah den Luxus den diese Stadt für sie dort zwischen die Häuser gebaut hatte. Ein toller Belag. Linien. Netze in den Toren. Umzäunt um nicht jedem vorbeigehenden Schuss hinterher laufen zu müssen. Dazu noch zwei Basketballkörbe.

Ich kann mich noch an meinen Bolzplatz erinnern. In mitten drei Zehngeschosser. Schotter mit spitzen Steinen. So drei Stangen, rot-weiß angemalt, die das Tor kennzeichnen sollten. Das Gitter darum mit so großen Löchern, das der Ball da gut durch passte. Wir mussten laufen oder bekamen Ärger weil wir die Autos, die drum herum parkten, trafen. Aber wir kannten nichts anderes. Zum großen Stadion des Friedens brauchte es eine längere Radtour. Mir egal. Doch einige meiner Freunde besaßen nicht einmal ein Fahrrad. Und so wühlten wir uns durch den tiefen Schotter in unserer Arena. Zuschauer gab es genug. Die Bewohner der „Zehner“ hatten ihre ganz persönlichen VIP-Plätze.

Heute steht da in Wolmirstedt, wie hier in Wilhelmstadt, ein nagelneuer Bolzplatz. Für uns nun alten Säcke etwas zu spät. Ich könnte schwören, dass sich in meinen Knien noch immer ein, zwei Steinchen von einem harten Zweikampf befinden. Aber es war eine tolle Zeit. So begann ich das Erlernen der Fußball Kunst.

Ich legte meinen Rucksack hinter dem Basketballkorb und begann ein paar Körbe zu werfen. Gar nicht so leicht, wenn ich bedenke, so einen Ball zuletzt vor zehn Jahren in der Hand gehabt zu haben. Aber als ehemaliger Sport Freak verlernt man das nicht. Damals in der Schule spielte ich alles. Basketball, Volleyball AG, war im Handballschulteam und spielte noch im Verein Fußball. Drei mal die Woche Training und an den Wochenenden Punktspiele. Es dauerte nicht lange und die ersten Würfe fanden ihr Ziel. Auch den Dunking versuchte ich ein paar Mal. Aber es blieb beim Versuch. Das ging vor achtzehn Jahren alles irgendwie einfacher und geschmeidiger. War dann doch gut, dass ich erstmal allein auf dem Platz war. Sah nun nicht nach den grazilen Bewegungen eines Basketballers aus.

So nach einer Stunde bekam ich Gesellschaft. Ein Papa mit seinem Sohn. Ich glaube sie waren nicht wirklich wegen Ballsport gekommen, sondern eher damit der Junge das Fahrrad fahren erlernt und sich beim Hinfallen nicht so dolle weh tun sollte. So ein Gummi Belag hat schon seine Vorteile.

Als ich dann meine letzten Würfe machen wollte, kam eine Gruppe Kinder mit Bällen in ihren Händen, in den Käfig. Alle in Trikots von Ronaldo und Messi. Sah für mich wie die U12 von Wilhelmstadt aus. Ich schaute noch ein paar Minuten zu und erinnerte mich dabei wieder an meine fußballverrückte Zeit. Als dann einer ihrer Bälle auf mich zurollte, flankte ich diesen gekonnt auf Ronaldo, der diesen mit einer Direktabnahme unter die Latte hämmerte.

„Jungs weiter so! Lasst den Platz nicht wieder einstauben!“, war mein letzter Gedanke, bevor ich ging und ihnen ihre Arena überließ.

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Ich träume für dich weiter

 

Immer träumtest du von einem besseren Leben. Aber es wurde nur schlimmer. Es schien dir aus deinen Händen zu gleiten. Der Frust wuchs von Jahr zu Jahr. Nichts wollte gelingen. Nichts wollte sich greifen lassen. Es war frustrierend dir zuzusehen. Ich hätte dir gern geholfen. Doch deine Gedanken waren so weit weg. Es war unmöglich dich zu erreichen. Ich hätte es früher versuchen sollen. Hätte dich aus dem Sumpf ziehen müssen. Doch als ich es versuchen wollte, sah ich dir nach und du warst aus meiner Reichweite. Schreie verschallten im Dickicht des Waldes.

Nie konnte ich deine letzten Worte vergessen. Du redetest von Aufgabe. Beenden wolltest du alles. Und das Alles war nicht viel. Nur dein Leben. Und das war dir nicht viel wert. Dabei warst du auf dem richtigen Weg. Erzähltest mir in deinem jugendlichen Leichtsinn von Zielen. Reisen um den ganzen Globus. Später eine Familie und ein Haus mit Garten.

Ich folgte meinen Zielen. Träumte weiter. Gab nicht auf. Wollte erfahren was machbar scheint. Auch ich duldete so manche Grenzen. Wusste auch nicht immer ob richtig oder falsch. Aber falsch wäre aufzugeben. Und so ordnete ich mein Leben. Ließ gehen was gehen wollte. Ich konnte nicht alles festhalten. Auch ich habe nur zwei Hände. Aber dich hätte ich festhalten wollen. Sogar müssen. Doch diese Chance verpasste ich.

Ich sah doch, dass es dir nicht gut geht. Erahnte was hinter deinem Lächeln lauerte. Und bitte verzeih mir. Denn ich ließ es weiter lauern. Und verpasste den Ausbruch und dein fallen in Tiefen denen ich nicht nachtauchen konnte.

Diese Einsicht schmerzt nun tief in mir. Seit Jahren. Du warst mein Vorbild in Sachen Kampfeswille. Zogst mich in deine Träume. Träume die herrlicher nicht sein konnten. Nie hätte ich diese Ziele erreichen können. Du schon!

Und nun!

Nun fahre ich mit meinem Kutter über die ruhige See. Lande mal da und dort. Verkaufe meinen Fang. Lasse mich im Glanz der Sonne von Kontinent zu Kontinent schiffen. Gerne hätte ich dich an meiner Seite. Es ist nicht der große Luxus. Nicht das was du anstrebtest, als du noch nach deinen Zielen giertest. Aber es reicht um standfest im Leben zu stehen.

Ich weiß nicht, ob du noch lebst. Ob du den Weg durch den Sumpf gemeistert hast. Irgendwo einen Ort gefunden hast, der dir die Hoffnung zurück gab. Das wäre schön. Aber nach all den Jahren fühle ich deine Träume nicht mehr. Als hättest du aufgehört zu träumen. Als wärest du nicht mehr unter den Lebenden. Kein Träumer unter dem nächtlichen Sternenhimmel mehr.

Als du gingest. Da im Nebel des Sumpfes verschwandest, gab ich mir ein Versprechen. Ich würde deine Träume suchen und würde sie für dich weiter träumen. Und wenn es dich dann doch noch gibt, dann würden dich diese erreichen und dir so lange in den Nächten erscheinen, dass du nicht anders kannst und zurück zu mir kommst.

Auch wenn ich über die Weltmeere schiffe, gibt es einen Ort, und du weist welchen, an dem du mich finden wirst. Ich warte. Schon sehr lange. Und ich werde weiter warten.

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Sommer

 

Wann tut sich der Himmel reißen.

Wann sich die Sonnenstrahlen meißeln.

 

Am Abend wünschte ich mir den Sommer.

Am Morgen auf einmal ein Hallo.

Sachte suchten sich die Sonnenblitze

einen Weg auf mein Haupt.

Mehr wäre gewünscht.

Mehr wäre erwünscht.

 

Lasse den Tag treiben,

durch die Stadt,

mit Bus und Bahn,

verschollen im Ich.

Gefangen im Damals.

Erschrocken sah ich,

suchte nach dem Warum

und fand.

 

Alles nur ein schlechter Film?

 

Aber ich habe erlebt,

gelebt,

das Alles,

bis zum Jetzt.

 

Wer kann behaupten,

nie,

nicht einmal im Glück

Fehler gemacht zu haben!

 

Nun ist er da.

Sie ist da.

Sommer.

Sonne.

Etwas mehr Möglichkeit,

in die Ferne zu schauen

und versuchen,

in dem da hinten,

etwas Zuversicht zu finden.

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Ruhe in Frieden

Es war 10 Uhr als ich an diesem Tag in der morgendlichen Arbeitsbesprechung saß. Nur das es diesmal keine Anweisungen gab, sondern eine schlimme Nachricht. Vor ein paar Wochen hatte ich hier auf meiner Seite einer Gast Autorin präsentiert. Nicht nur einfach eine Arbeitskollegin. Auch sie nutzte ihre Zeit um sich in Geschichten zu verlieren. Genau wie ich liebte sie das Schreiben.

Heute Morgen musste ich mit Entsetzen hören, dass Heike vor einigen Tagen verstorben ist. Wir redeten gerne über unsere Projekte. Laßen uns unsere neuesten Geschichten gegenseitig vor. Mal ein Buch zusammen schreiben, war einer unserer Wünsche für die nächste Zeit.

Ich fand es toll, als ich Heike vor gut drei Monaten kennen lernte und endlich jemanden gefunden hatte, dem das Schreiben genauso wichtig und hilfreich ist.

Sie gab mir vor einigen Wochen einen Stick auf dem drei Kurzgeschichten abgespeichert waren. Nun möchte ich heut und hier eine ihrer Geschichte präsentieren. Es macht mich traurig, dass das die letzten Zeilen sein werden, die ich von ihr lesen durfte.

 

 

 

Schnee zu Ostern

 

Beim Blick aus dem Fenster fiel mir das Blatt Papier aus der Hand.

„Nein, Himmel, bitte nicht schon wieder Schnee“, sagte ich laut. Jeden Tag fielen die weißen Flocken vom Himmel und bedeckten den Erdboden mit ihrem sanften Weiß.

Schnee.

Schnee.

Schnee.

Im November oder Dezember vor Weihnachten hätte ich mich sicher sehr über die weiße Pracht gefreut. Jedoch jetzt im März, zum Frühlingsanfang, wünschen sich die Menschen Sonne, Wärme, Blumen und alles was die Natur zu bieten hat. Doch die bietet immer noch Schnee und Kälte, brrr. Alles ist noch zu Eis gefroren und auf den Seen kann man immer noch Schlittschuh laufen. Die Wintersportler brauchen nicht weit zu fahren, denn im Umland gab es noch genug Loipen für Langlauf. Bittere Kälte hält das Land gefangen und die Menschen ziehen sich sehr warm an, bevor sie auf die Straße treten.

Auch ich kann nur mit Ski-Unterwäsche, warmer Cord-Hose und vier Lagen T-Shirt, Hemd, dicker Pullover und Strickjacke existieren. Die Heizung ist trotzdem sparsam auf der mittleren Stufe eingestellt und man heizt nur das Zimmer, in dem man sich gerade aufhält.

Die Geranien auf dem Dachboden warten schon darauf, im Sonnenschein auf dem Balkon wieder wachsen zu können. Der Samen der Ringelblumen war letztes Jahr, um diese Zeit, schon längst in der Erde und keimte. Zu Ostern möchten die Familien bunte Ostereier im Garten für die Kinder verstecken.

Na, die könnte man jedoch auch im weißen Schnee wiedererkennen!

Tatsächlich erlebte ich früher mal ein Jahr, damals war es vielleicht 2011, Anfang April, zu Ostern im Schnee. Auch da sind wir in Spandau zur Parkanlage am Ziegelhof gefahren und haben für den Sohn meiner Freundin die Ostereier nun eben im Schnee versteckt. Dabei waren wir ganz dick und warm angezogen und der Junge hat sich gefreut und hatte viel Spaß dabei.

Statt lauer Frühlingsabende auf dem Balkon erlebe ich nun lange Abende in der Küche, die ich nun eben für die schönen Osterbräuche nutze. Eier koche ich 10 Minuten lang in Wasser mit Zwiebelschalen auf. Das ergibt ein schööönes Rotbraun und ist sicher gesünder als die lackierten Eier, die es im Geschäft zu kaufen gibt. Gekochte Eier mit dem Sud von Roter Bete ergeben ein schönes lila, was farblich gut zu den rotbraunen Eiern passt.

Die Zeit nutze ich also statt auf dem Balkon in der Küche und backe pikante Muffins mit Schinken und Lauch oder Rübli Muffins mit Möhren und Nüssen.

Sehr zur Freude meiner Kollegen, denen ich manchmal welche zum probieren abgebe…

Nur gut, dass ich immer die doppelte Menge produziere, damit auch ich noch eines davon abkriege…

Also bringt der Schnee zu Ostern auch wieder gute Dinge hervor, oder?

Aber eine Sache bleibt immer gleich: Zwei Wochen vor Ostern gebe ich Kressesamen auf ein Papiertuch in eine Schale und besprühe diesen mit etwas Wasser. Der Samen keimt dann und rechtzeitig zu Ostern kann man im grünen Kresse-Nest die bunten Ostereier verstecken.

Unabhängig davon ob es nun schneit oder draußen regnet!

Ich hebe das Blatt Papier wieder auf, das mir vorhin, beim Blick aus dem Fenster aus der Hand gefallen ist. Draußen sehe ich immer noch den Schnee. Wilde weiße Flocken fallen stürmisch aus dem Himmel und formieren sich zu einem waren Schneesturm.

Auf dem Blatt Papier lese ich : Winter …. Schnee … Schnee… Schnee…

 

HR 22.03.2018

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Dein Lächeln

 

Ich verlor mein Herz,

weil ich nicht mehr daran glaubte,

dass je eine es wieder berührt.

 

Doch auf einmal

standest du da.

So wunderschön

gekleidet.

So verdammt süß

mit deiner Stimme.

So herzerwärmend

mit deinem Blick.

 

Kann ich es zulassen?

 

Dürfte ich es zulassen?

 

Wärest du mir böse,

wenn noch

zwei oder drei Nächte

vergehen?

 

Ich brauche Sicherheit!

Brauche ein Gefühl,

für dieses Gefühl!

 

Ich weiß,

ich kann nicht ohne dich.

Ich weiß,

ich möchte nicht ohne dich.

 

Ich möchte es langsam verstehen,

warum dein Herz,

meinem folgen möchte.

 

Sehe ich etwa nicht mich

im Spiegel?

Sehe ich nicht den,

den du da siehst,

wenn du vor mir stehst

und mich anlächelst?

 

Ein Lächeln hat

in meiner Welt

zwei Bedeutungen.

Lange kannte ich

nur die böse Seite

eines Lächelns.

 

Nun bist du da

und zeigst mir

die andere Seite.

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Männer tragen Bart!

 

In meinem bisherigen Leben waren mir Bärte immer zu sehr Mann. Schon dann, wenn ich meine Rasur mal für eine Woche vernachlässigte, fühlte ich mich schmutzig. Und als Mann will man ja für die Frauenwelt nun schon mal gar nicht ungepflegt aussehen. Mal ein wilder Drei Tage Bart.

„Ey, heute bin ich mal der Holzfäller aus dem Wald oder der Schatzsucher aus Alaska. Mädels, da blieb keine Zeit zum rasieren!“

In letzter Zeit schaute ich aber nun immer öfter in bärtige Gesichter und dachte, das wäre doch auch mal etwas für mich. Und so verzichtete ich bei der Rasur Prozedur einfach mal auf die im Gesicht. Das ist gar nicht so einfach zu ertragen. Der Blick am Morgen in den Spiegel war schon etwas gewöhnungsbedürftig.

„Jetzt als Hipster unterwegs?“, waren die ersten Kommentare.

Frauen gehen ja auch gerne neue Wege, wenn sich ihr Leben auf einmal schlagartig verändert. Als Freund der Gleichberechtigung nahm ich mir dieses Recht nun auch heraus. Meine Haare auf dem Kopf luden ja nun nicht mehr zum großen stylen ein. Aber das Alter bleibt ja bei niemand in der Jugend stehen. Und so ein bisschen Persönlichkeit ist doch auch nicht schlecht. Dann halt „Hipster“ sein. Klingt nun nicht gerade langweilig.

Nur leider habe ich nicht diesen tief schwarzen Bart, wie ein George Michael, geschenkt bekommen. An ihm fand ich das immer toll. Denn meiner schimmert nach einigen Tagen in einem rötlichen Ton. Meine Ausrede lautet seit kurzem, das er rostet. So wie Mann es halt tut, wenn die Vierzig in einigen Jahren erreicht werden.

Vor dem Alter habe ich nun gar keine Angst. Ich denke einfach, dass man nur weiser werden kann. Das ich Entscheidungen mit einem besseren Gefühl treffe. Sicherer mit meinem Ich werde. Viele können das so spielerisch und sind dabei sogar noch jünger als ich. Aber ich glaube, jeder erlebt seine Zeit der Veränderung. Manche beenden etwas, das ihnen lange gut tat, sich jedoch irgendwie festgefahren hatte. Man sucht sich neue Herausforderungen. Sucht das Neue und fängt dabei gerne noch einmal bei Null an. Nicht jede Entscheidung trifft dabei auf die Akzeptanz anderer.

Einige sagen: „Bist du dumm!“.

Aber warum? Weil ich mich verändern möchte! Weil mein neues Denken nicht mit dem Alten übereinstimmt! Weil ich nicht jede Meinung oder Entscheidung anderer akzeptiere!

Natürlich hat jede Entscheidung seine Konsequenzen. Aber immer achtete ich darauf, dass es anderen gut ging. Hörte immer weniger auf mich. Vergas mich. Sah zu wie andere lebten. Wie die Freude ihren Alltag erhellte. All das sah ich und wünschte es mir auch für mich. Für mein Leben. Ich habe doch selber nur diese Jahre. Nie war ich anderen böse, wenn sie leben wollten. Aber dann sollte man auch mir eine Veränderung zugestehen und so manche Schritte verzeihen.

Mein neuer Bart ist nur eine äußerliche Veränderung. Und das erst seit ein paar Wochen. Innerlich ist da schon viel länger etwas anderes, etwas Neues. Ich fühle in mir mehr, als mich in einer Schlange anzustellen, in der schon zu viele stehen. Was erwartet mich denn dann noch an der Kasse? Die Reste, die andere übrig ließen! Das reicht mir nicht. Das ist nicht mein Denken. Das ist nicht der Wunsch für die nächsten Jahre.

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Die Liebe

 

Sie ist zu stark um sie zu halten!

 

Ich nahm deinen Blick,

sammelte dieses Gefühl

in meinem Herz

und ließ es geschehen.

 

Da war auf einmal diese Wärme,

die sich durch

meinen ganzen Körper lawinierte

und es fast schaffte,

dass ich erstickte.

 

Ich versuchte zu denken,

nicht zu fühlen,

meinen Verstand zu nutzen,

um mich von dieser Last zu befreien.

 

Das dieser Kampf so lange dauerte,

konntest du nicht wissen,

denn mein Wort blieb unausgesprochen

und ließ in mir einen Berg

an Wünschen heranwachsen.

 

Wem sollte ich glauben?

 

Meinem Herz!

 

Meinem Verstand!

 

Der Vernunft!

 

Oder doch deinem Blick?

 

Diese Phänomene

versammelten sich jeden Abend

zu einer Konferenz,

im Bett liegend,

unter der Bettdecke.

 

Jeder von ihnen erhob seine Stimme.

Doch so richtig einigen konnten sie sich nicht.

Nicht mal eine Koalition kam zu Stande.

 

So begann ich zu streichen.

 

Die Guten,

die mich an dich heranziehenden Argumente.

Notierte, mit wegzuradierendem Bleistift, Fehler,

die ich lange suchen musste

und dann doch fand,

weil ich sah,

dass dein Herz jemanden anderem folgte.

 

Aber dies wäre nicht für ewig!

 

Halt wegradierbar!

 

Schnell kaufte ich ein Ticket.

Fliegen wäre zu riskant mit meiner Last.

Mit einem Schiff,

über alle Weltmeere,

in die Ferne,

wo meine Vernunft

wieder auf beiden Beinen stehen konnte.

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