Schmetterlinge zwischen grauen Wänden

 

Du

Die ich liebe

Weil Schmetterlinge durch unserem Garten

Der zwischen den gesellschaftlichen Mauern

Fliegen

Und uns versuchen zu erdrücken

Wir sind nicht besser

Aber anders

Wir sind nicht besser

Aber feinfühliger

Anders

Anders als Andere

Weniger wie Viele

Eine Gruppe

Ein Duo

Mehr als das Alleinsein

Mehr in Zweisamkeit

Zwischen den gesellschaftlichen Mauern

In unserem Garten

Da

Wo ich dich liebe

Weil die Schmetterlinge noch existieren

Können

Wollen

Weil wir es annehmen

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Dein und mein Lächeln

 

Ihr Lächeln. Ihr zielsicherer Gang in meine Richtung.

 

„Hallo.“

 

Mein Lächeln. Ihren eindringenden Blick fokussierend.

 

„Entschuldige, aber das macht mich jetzt etwas nervös.“

 

Ihr Lächeln. Ihr kurz abtauchender Blick.

 

„Aber ich hab doch nur „Hallo“ gesagt!“

 

Mein Lächeln. Meine aufsteigenden Nackenhaare.

 

„Ja, aber wie du es sagst!“

 

Ihr Lächeln. Ihre unschuldig zwinkernden Augen.

 

„Hallo.“

 

Mein Lächeln. Mein rasendes Herz.

 

„Mach ruhig so weiter und ich werde dich lieben müssen!“

 

Ihr Lächeln. Ihre Hand nach meiner greifend.

 

„Hallo!

 

Verblühte Herzen suchten, suchten nach dem Saft ihres ehemaligen Aufblühens, fanden einen Blick, fanden ein Lächeln, fanden ein Herz und erblühten neu, im Schutz des Anderen.

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Die Nebelwand

 

Seit Tagen ziehe ich mich an den Häusernummern entlang, suche im Blick etwas greifbares, etwas das mich nicht irrend denken lässt.

Wo ist die Klarheit geblieben?

Tapse ich von Stein auf Stein. Fühle nicht den geringsten Unterschied in ihren Höhen und Beschaffenheit. Steine. Mehr nicht! Sonst, der mich festigende Weg, auf einmal ein Mysterium. Kann nur weit ausholen, um diesem Gefühl einen Namen geben zu können.

Angst!

Kontrollverlust!

Ich muss hier weg. Weg von diesem Weg, diese Straße verlassen und mich ängstlich sinkend in der Gasse verstecken. Das kennen wir ja schon, sagt die Erinnerung und lässt mich schwindlig wankend in die falsche Richtung abbiegen.

Habe ich zu lange gesucht. Mein Herz zu lange suchen lassen. Immer unterwegs.

Arbeit.

Arbeit!

Ein, nach geistiger Perfektion gierender, Workaholic?

Immer weiter war der Plan der letzten Jahre. Ein ständiges Wegschupsen seelischer Kriege. Kleine Schlachten wurden weggegrinst. Die Sprache Fremder so verschlüsselt, dass der Gedanke daran erst spät in der Nacht. Nächte ohne Schlaf, Liegen, geschlossene Augen, doch keine nächtliche Magie.

Was suchte ich all die Jahre?

Da war das Normale, dem ich nachstrebte. Da war das Unnormale, dem ich freudig zuschaute und versuchte die Hand zu geben. Nur mal kurz. Für einen Moment!

Doch wo war das Glück, das glücklich sein?

Mein Kopf macht zu, schon am Morgen und lässt mich in Trance nach den Häusernummern greifen. Greifbar für suchende Finger, die mich durch die Straßen ziehen, ohne zu wollen, dass mein Blick suchend, greifend, sich aus diesem Nebel befreit.

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Kreative Unlust

 

So vor einem Jahr hatte ich mir mehr gewünscht. Menschen, mit denen ich kreativ sein kann, sein darf. Denn in meinem näheren Umfeld wachsen nur wenige belletristische Blumen. Auch wurde mir etwas versprochen. Mir jeden Tag als Lachs Creme Suppe vorgesetzt.

Seit Oktober letzten Jahres überwiegt aber diese kreative Unlust. Natürlich, ich mache mein Zettel Ding für Insta und präsentiere euch diese auch auf Facebook. Aber das sind nur gedankliche Schnipsel. Aber dies hat mir geholfen, mein kreatives Ich, über die letzten Monate aufrecht zu halten. Das sind immer so Ideen, die mich wachhalten und das Kreative in mir nicht einschlafen lassen.

Mir fehlen diese dicken Brocken. Diese unbedingte Lust zu texten. Das war seit der Schulter Operation nur selten möglich. Eigentlich unmöglich. Und schränkte mein Tun irgendwie ein.

Es ist ja nicht so, dass mein Kopf nicht produziert. Das tut er wie vorher. Vielleicht noch extremer. In einem oft unausstehlichem Tempo. Dann tippe ich 200 oder 300 Worte. Und dann verliere ich die Lust. Habe keinen Bock weiter nachzudenken. Fühle mich, als würde ich für eine ungeliebte Prüfung lernen müssen. Ziehe die Finger von der Tastatur und lasse alles unbeendet stehen.

Ich habe die Gier für eine Idee verloren. Möchte, aber kann nicht. Vermutlich, weil der Kopf schon unbewusst zu viel macht. Mich von einer in die nächste Geschichte schuppst. Das geht mir zu schnell.

Da waren drei Wochen Tramadol, die mich regelrecht flach legten. Eine Woche des Entzuges. Eine schlimme Zeit. Zeit, die mich frustete. Die mich nicht mal schnell was aufschreiben ließ. Ging ja mit dem Arm nicht.

Word aufs Handy geladen. Ideen mit der linken Hand getippt. Bis heute unbeachtet gelassen. Keine Lust. Keine Gier. Bin ich noch wirklich kreativ?

Denn zufrieden war ich immer nur dann, wenn eine Idee zu einer Geschichte wurde. Und diese ich auch beendete.

Eigentlich müsste ja die Freude überwiegen, wenn man wieder etwas machen kann, was man lange nicht konnte bzw. durfte. Uneingeschränkt Tippen!

Braucht es etwa wieder Training?

Ist das wie bei einem Sportler, der einen Kreuzbandriss hatte und nochmal von Null anfangen muss?

„Null“ wäre jetzt aber auch übertrieben. Es ist ja im Kopf. Alles ist das. Was fehlt ist die Ausdauer. Die Ausdauer für 500 Worte. Die Ausdauer für 60 Minuten Denken.

Im Grunde sind das dann jetzt zwei Rehas, die ich bewältigen muss. Die Schulter, zwei Mal die Woche auf der Streckbank. Der Kopf, jeden Tag ein paar Sätze. So lange, bis die Kondi wieder auf dem alten Stand ist.

Das ist ein Prozess. Ein wieder Erlernen langsamer zu denken. Eine Idee aufzunehmen und anzunehmen.

Sollte man im Alter nicht ruhiger werden?

Da strebt sich mein Kopf wohl voll und ganz dagegen. Aber eigentlich nicht schlimm. Die Kreativität soll ja nie vergehen. Bis zum letzten Atemzug soll dieser Kopf in Welten tauchen können. Das erhellt meinen Alltag. Den Alltag, der gerade, bewusst, aus normaler Arbeit besteht. Auch das und diese da bestehende Freude, war ein langer Prozess. Also weiß ich ja, wie es geht.

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Deine Seiten

 

Du musst es lesen

Natürlich

Es sind die nächsten Seiten deines Lebens

Würdest gern verzichten

Es zu fühlen

Hast Angst es zu spüren

Aber weist

Das du lesen musst

Und auch fühlen

Und auch leider spüren

Und da ist sie

Die Angst

Der Schmerz

Das Leid

Und niemand zieht dich da raus

Niemand könnte helfen

Weil es deine Seiten

Tief in deiner Brust

Wohin niemand darf

Weil dein Schmerz

Dein Leid

Deine Seiten

Nur für dich geschrieben

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Wenn es meinen Freunden gut geht, geht es mir auch gut

 

Es dauerte Jahre, um in diesen menschenüblichen Entwicklungsprozess zu gelangen. Damals, mit Zwanzig, beschloss mein Geist sich gegen mein exzessives Leben zu wehren. Er war es, der in diesem innerlichen Sturm den Anker warf und nicht wollte, dass ich mich weiter in die Hölle wagte. Die Hölle war der stetig ansteigende Drogenkonsum. Das wird nicht weniger. Das begriff ich schon. Aber warum aufhören? Mir gefielen diese Stunden der Flucht vor dem Normalen. Irgendwann wurde das Normale zum Unnormalen. Und die Flucht in die bunten Farben das Normale.

In den letzten Jahren baute ich mein Leben auf die für mich richtigen Säulen auf. Dazu gehört Ehrlichkeit, Respekt, Mut, Meinung sagen, nicht voreingenommen zu sein und sich eigene Fehler einzugestehen.

Natürlich mache ich Fehler. Hey, glaube ich meinen damaligen Ärzten bin ich jetzt gerade mal achtzehn. Und ich weiß, was ich mit den ersten achtzehn Jahren anstellte. Wie ich drauf war. Fehler um Fehler. Täglich. Aber heute höre ich zu, wenn sich jemand mit der Peitsche vor mich stellt und mir meine Fehler aufzeigen möchte. Ich finde, das gehört zum Leben dazu. Ich möchte für mich und den Menschen, die mir wichtig sind, besser werden.

Das wollte ich auch früher. Aber damals waren da immer selbst gemachte Hürden, die mich daran hinderten, mich weglaufen ließen.

Den damaligen Fehlern kann ich mich nicht mehr gegenüber stellen. Das war. Das wird in den Erinnerungen immer bleiben. Aber ich kann versuchen, kann daran arbeiten, im Hier und Jetzt, im Morgen, im Übermorgen, ein besserer Mensch zu sein.

Wer wusste denn schon, was in meinem Kopf abgeht!

Wem erzählst du schon von deinen Ängsten?

Ich bin heute mehr als damals bereit auf Fehler aufmerksam gemacht zu werden. Auch, weil ich weiß, das ich halt nicht alles weiß. Ganz sicher kann ich auf manchen Tanzflächen des Alltags auftrumpfen. Aber mir ist auch bewusst, dass da immer Eine oder Einer da sein wird, die oder der es besser weiß oder besser kann. Das ist nicht schlimm. So ist es im Leben, im Alltag, im Sport, der Politik, der Wissenschaft, in jedem Bereich, in dem es Menschen gibt, die hart ans ich arbeiten und ihre Grenzen nicht einfach akzeptieren wollen und immer weiter nach Verbesserungen streben.

So bin auch ich. Auch, wenn ich in manchen Phasen gerne mal zur Faulheit neige. Es gibt auch in meinem Monat so Tage, da kann ich mich nicht aufraffen. Da suche ich auch keine Ausreden. Das ist dann einfach so. Bin ja nun kein Dauerkokser mehr, der immer mit Vollspeed durch den Tag sprintet.

Ich kenne so manche meiner Grenzen. Nicht alle. Auch ich muss mir manchmal eingestehen, gewisse Regeln überschritten zu haben. Bin gerne mal der, der in einem Gespräch vorlaut dazwischen grätscht. Aber auch nur, weil mir mitten in einem Gespräch eine Sternschnuppe durch den Kopf fliegt und genauer nachfragen möchte.

Natürlich suche ich auch in Anderen Fehler. Nicht um diese auszunutzen. Eher, um den Anderen irgendwie auf diese hinzuweisen und ihm die Möglichkeit zu geben, kurz darüber nachzudenken. Was dann der oder die Einzelne daraus macht, ist nicht immer mein Ziel, dem ich nachgehe. Auch mir wurden schon so viele Fehler aufgezeigt, von Menschen, die wenig daran interessiert waren, ob ich diese von meiner Liste, meiner Schwächen, schaffe zu streichen.

Ein Leben besteht aus Chancen. Chancen zu sehen, zu greifen und versuchen zu nutzen. So bekommt jeder von mir seine Chancen. Und auch wenn es Einige manchmal nicht verstehen, warum ich gewissen Personen noch eine Chance gegeben habe, muss ich denen sagen, dass ich vermutlich in dieser Person etwas sehe, das sie vermutlich selber „noch“ nicht sieht.

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Zwischen Zeitung holen und Frühstück

 

Man das war wieder eine Nacht. Hatte am Vorabend mal wieder zu tief ins Glas geschaut. Scheiß Freitag. Am Morgen war der Bus ausgefallen. Auf Arbeit zwei Kollegen. Doppelschicht bis zehn. Mein Date musste ich absagen.

Ich raffte mich auf, ging ins Bad, machte das übliche Geschäft, Zähne putzen und feuerte mir etwas kaltes Wasser ins Gesicht. Schnell die Shorts an, das Shirt drüber und runter zum Briefkasten. Hoffentlich sieht mich keiner. Meine Haare in alle Richtungen abstehend, lahmte ich die Stufen vom dritten Stock ins Erdgeschoss.

Die Zeitung steckte im Briefkasten, zum Glück, denn das war nicht oft der Fall. Ich wusste, dass der Typ im Erdgeschoss die oft stibitzte. Heut kam ich ihm wohl zuvor. Es war kurz nach neun. Eine Zeit, die er wohl schon verpennt hatte.

Ich nahm das Wochenblatt und stappste wieder hoch. Im zweiten Stock wurde die Tür geöffnet. Frau Höllenritt. Ehrlich keine Ahnung wie sie heist. Sie wohnte erst kurz unter mir. Sahen uns ab und an. Ich von der Arbeit kommend und sie gerade ihre Fußhupe spazieren führend.

„Guten Morgen der Herr!“, kam es übertrieben munter aus ihr heraus.

Ich beim hochgehen die erste Seite der Zeitung studierend, nahm das erst gar nicht war. Ich blickte von den geschriebenen Worten in aufgestellte Brüste, die Frau Höllenritt, unter einem weißen Top, nicht gerade versuchte zu verstecken.

„Hallo.“, sagte ich mit großen Augen.

Ich fand sie schon die ganze Zeit toll. Auch wenn ich mich für niemanden im Eingang interessierte, mir kein Name einfallen würde, sollte mich jemand danach fragen, war sie es, die mich in wenigen Wochen, rein vom äußerlichen, interessierte. Den Namen Frau Höllenritt gab ich ihr, weil mir ihre Art schon so manch verrückte Kopfkinos bescherte. Anfang vierzig, schlank und langes blondes Haar. Für jeden Mann eine Offenbarung.

„Was genommen? Oder warum so große Augen!“

Das war nun kein Satz, den ich erwartet hatte. Aber cool bleiben, sagte ich mir.

„Naja, bei dem Anblick wird man schon wach!“

Sie lächelte und drückte beide Hände auf ihren Busen.

„Eigentlich bin ich in der Wohnung immer nackt! Wollt nur kurz zum Briefkasten.“

Das war doch mal eine schöne Info. Ein Kopfkino war da vorprogrammiert. Aber das reichte mir nicht. Ich wollt noch mehr Mann sein. Dieses Thema jetzt nicht mit einem „Schönen Tag noch“, die Treppe hinauf stapfend, beenden.

„Oh okay, wenn ich als heut Abend um acht bei ihnen klingele, öffnen sie mir nackt die Tür?“

Ich hatte etwas anderes erwartet, aber nicht, dass sie ein Teil des Oberteils löste, eine Brust präsentierte und mir zuzwinkerte.

„Wenn du heut Abend um acht bei mir klingelst, siehst du noch mehr!“

Wow, dachte ich mir. Was für ein Samstagmorgen. Was für eine Frau. Was für ein Angebot.

Sie schob das Top wieder über die freiliegende Brust, schloss ihre Tür, streichelte mir mit einer Hand durch mein Haar und ging die Treppe zum Briefkasten hinunter.

„Aber heut Abend mit gemachten Haaren, ja!“

Ich griff mir durch mein zerzaustes Haar.

„Das sollte machbar sein.“

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